Steuerabzug für Arbeiten im Privathaushalt

Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse:

  • Für geringfügige Beschäftigungen 10 % (ab 2009 20 %) der Aufwendungen, höchstens jedoch 510 €.
  • Für versicherungspflichtige Beschäftigungen 12 % (ab 2009 20 %) der Aufwendungen, höchstens 2.400 € (ab 2009: Insgesamt für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse und allgemeine haushaltsnahe Dienstleistungen 4.000 €).
  • Beschäftigungsverhältnisse mit nahen Angehörigen und nicht ehelichen Lebenspartnern, die haushaltszugehörig sind, werden nicht anerkannt.
  • Gegenstand ist eine haushaltsnahe Tätigkeit in der inländischen Wohnung des Arbeitgebers, z. B. als Köchin, Butler, Haushaltshilfe, Putzfrau, Gärtner. Kein Steuerabzug für Kindermädchen usw., wenn die Voraussetzungen des Abzugs als Kinderbetreuungskosten gegeben sind, auch wenn der Höchstbetrag der Kosten für Kinderbetreuung (6.000 €) überschritten wird.
  • Geringfügig Beschäftigte:
          Der Arbeitgeber führt Pauschalbeiträge ab an die Bundesknappschaft und muss am Haushaltsscheckverfahren teilnehmen.
          Die Pauschale beträgt in Privathaushalten: 5% Rentenvers., 5% Krankenvers.,
          1,6% Unfallvers. und 2% Pauschalsteuer = 13,6% zzgl. Umlagen 0,67%

Haushaltsnahe Dienstleistungen:

  • 20 v. H. der Arbeits-, Maschinen- und Fahrtkosten, höchstens 600 € (ab 2009: Insgesamt für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse und allgemeine haushaltsnahe Dienstleistungen 4.000 €) jährlich, für haushaltsnahe Tätigkeiten, die ein selbstständiger Unternehmer erbringt, z. B. selbstständiger Gärtner oder Fensterputzer, Umzugsunternehmen. Bis 2008 stieg für die Inanspruchnahme von Pflegediensten der Höchstbetrag auf 1.200 € falls Pflegestufe I bis III vorlag.
  • Haushaltsnahe Tätigkeiten sind Arbeiten, die gewöhnlich von Haushaltsmitgliedern erledigt werden und die immer wieder anfallen  und es sich nicht um  Handwerkerleistungen handelt.
  • Die Dienstleistung muss erbracht werden im Haushalt des Anspruchsberechtigten = kein Steuerabzug, z.B. aus Wäschereirechnungen.
  • Nicht begünstigt sind Dienstleistungen, bei denen die Lieferung von Waren im Vordergrund steht z. B. bei einem Partyservice.

Steuerabzug für Handwerkerleistungen im Privathaushalt

  • Seit der Einkommensteuererklärung 2006 sind für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen als Handwerkerleistungen zusätzliche 20 % der Arbeits-, Maschinen- und Fahrtkosten, max. 600 (ab 2009 1.200) € absetzbar. Unter die Neuregelung fallen u.a.:
  • Reparaturarbeiten an Wänden, Böden, Fenstern, Dach, Fassade und Garage,
  • Reparatur, Wartung oder Austausch von Heizungsanlagen, Elektro-, Gas-, Wasserinstallationen,
  • Pflasterarbeiten,
  • Modernisierung des Bades,

aber auch

  • Modernisierung oder Austausch der Einbauküche ,
  • Reparatur und Wartung üblicher Haushaltsgegenstände wie Waschmaschinen, Geschirrspüler, Herd, Fernseher oder PC,
  • Kontrollaufwendungen wie Kaminkehrer oder die Kontrolle für Blitzschutzanlagen.
  • Nicht begünstigt sind handwerkliche Tätigkeiten außer Haus und Leistungen im Rahmen einer Neuherstellung.

Voraussetzungen für den Steuerabzug von Arbeiten im Privathaushalt sind :

  • Da Material nicht begünstigt ist, muss der Arbeitsanteil (incl. Fahrtkosten) grundsätzlich gesondert in der Rechnung ausgewiesen sein.
  • Bei Wohnungseigentümergemeinschaften und Mietern müssen die auf den Einzelnen entfallenden Aufwendungen in der Jahresabrechnung gesondert aufgeführt oder durch Bescheinigung des Verwalters oder Vermieters nachgewiesen werden.
  • Als Nachweis ist die Vorlage der Rechnung und die Zahlung durch einen Beleg der Bank (keine Barzahlung!) nötig (ab 2008 Vorlage nur noch auf Verlangen des FA).


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